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9-Euro-Ticket und der Zuschuss

Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Fahrtkosten im ÖPNV sind grundsätzlich steuer- und beitragsfrei. Einschränkung: Der Zuschuss darf nicht höher sein als die tatsächlichen Kosten. Sonst ist der übersteigende Betrag steuerpflichtig. Beim 9-Euro-Ticket kommt es nun darauf an, wie der Zuschuss gestaltet ist. Bei einer prozentualen Beteiligung des Arbeitgebers (bis zu 100 Prozent), gibt es kein Problem, da im Zweifel nur die 9 Euro erstattet werden.

Sozialversicherung
Lesezeit 1 Min.
9-Euro-Ticket

Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Fahrtkosten im ÖPNV sind grundsätzlich steuer- und beitragsfrei. Einschränkung: Der Zuschuss darf nicht höher sein als die tatsächlichen Kosten. Sonst ist der übersteigende Betrag steuerpflichtig. Beim 9-Euro-Ticket kommt es nun darauf an, wie der Zuschuss gestaltet ist. Bei einer prozentualen Beteiligung des Arbeitgebers (bis zu 100 Prozent), gibt es kein Problem, da im Zweifel nur die 9 Euro erstattet werden.

Bei einem festen Zuschuss (z.B. 50 Euro) sieht das schon anders aus. Denn dann werden in den Monaten Juni bis September die tatsächlichen Kosten überschritten. Das Bundesfinanzministerium hat zu diesem Thema Stellung bezogen und eine Vereinfachungsregel herausgegeben.

Die Finanzverwaltung wird nicht beanstanden, wenn die Zuschüsse des Arbeitgebers in den Monaten mit dem 9-Euro-Ticket die tatsächlichen Kosten überschreiten. Allerdings dürfen die Gesamtkosten des Arbeitnehmers auf Jahressicht nicht überschritten werden. Sonst wird der übersteigende Teil steuerpflichtig.

Beispiel:

Vereinbarung eines monatlichen Zuschusses von 80 Euro. Die Monatskarte kostet normalerweise 100 Euro. In den Monaten Juni bis September werden die tatsächlichen Kosten überschritten. Deshalb muss die Jahressumme betrachtet werden. Die tatsächlichen Kosten betragen 927 Euro (9 x 100 Euro zzgl. 3 x 9 Euro). Der Zuschuss für das Jahr beträgt 960 Euro (12 x 80 Euro). Die Differenz von 33 Euro ist steuer- und beitragspflichtig.

Das BMF-Schreiben können Sie hier herunterladen.

Quelle: BMF

 

Foto: ©AdobeStock/Markus Mainka

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