Free

Challenge mit Grips und Fun – Betriebliches Gesundheitswesen

Die richtige Ernährung und ausreichend Sport sind die Grundpfeiler der Gesundheit – das bleibt unbestritten. Diese beiden Komponenten in den Alltag und vor allem ins Berufsleben zu integrieren, ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen für sehr viele Arbeitnehmer. Hier besteht ein enormes Potenzial für Unternehmen, um die Volkskrankheit Nr. 2 („Rücken“) und den größten Verursacher der Fehlzeiten hierzulande, nämlich Krankschreibungen aufgrund von Depressionen, positiv zu beeinflussen.

AllgemeinGESUND & BERUFWELLBEING
Lesezeit 1 Min.
Drei Kollegen machen im Büro eine kurze Pause, um sich während des Arbeitstages zu erholen.
Foto: © adobe.stock/Andrey Popov

Handlungsbedarf besteht vor allem bei denen, die man eben am dringendsten erreichen müsste aus Sicht der betrieblichen Gesundheitsförderung – sogar ein in der Theorie breites Angebot kann da eher wirkungslos verpuffen. Denn es sollte sich vor allem nicht vorwiegend an die richten, die ohnehin schon etwas für sich tun, sondern wirkungsvoll an diejenigen, die dabei auch Hindernisse und Hemmschwellen abbauen müssen. Der Fachkräftemangel erfordert es, einen noch wesentlich größeren Fokus auf das Thema Prävention zu legen, um die steigenden Ausfallzeiten des Bestandspersonals zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Selbst, wenn immerhin das Bewusstsein der jeweiligen Gefährdeten oder Betroffenen und vielleicht sogar schon die konkrete Not da ist beim jeweiligen Mitarbeiter, gilt es, viel mehr als nur die rein theoretische Voraussetzungen für eine regelmäßige Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen und eine echte Umstellung der Verhaltensweisen zu schaffen. Das wesentlich umfassendere, in die gesamte Unternehmenskultur eingebrachte gesunde Mindset kann zudem zu einem sehr großen Plus-Faktor im Recruiting werden aufgrund der höheren Gesamtattraktivität des Unternehmens. Zum echten Erfolg kann das alles werden, wenn man mit Cleverness und Spaß an die Sache herangeht. Wie also werden Führung und Personalverantwortliche zu echten Motivatoren und effektiven „Gamechangern“ in dieser immer wichtig werdenden Challenge?

Sport

Nicht jeder traut sich oder kann es  sich leisten, im Homeoffice oder in der Firma bei der Arbeit (sogar im Online-Meeting) die Laufmatte oder sein Ergometer „nebenbei zu bespaßen“, wie sich manche in Social Media damit brüsten. Zu viele verwechseln Gesundheitssport immer noch mit Fitness bzw. Leistungssport. Mit dem Gießkannenprinzip ist es wie überall, man richtet sich an viele und erreicht zu wenige. Was die Einrichtung und Ausstattung für Verpflegung betrifft, ist das „Soll“ sicher nicht erfüllt, wenn man lediglich die Zentrale zum „Vorzeigeobjekt“ macht, die dann schön die Website und Postings ziert – schließlich sollte es jedem gleich (gut) gehen. Deshalb darf das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) dieser Herausforderung als Challenge für sich selbst annehmen! Das (langfristige) Ziel sollte es sein, Bewegung für die Mitarbeiter vermehrt in die eigene Lebensführung zu integrieren, um den allgemeinen Gesundheitszustand zu erhalten oder zu verbessern.

>> vollständigen Artikel aus LOHN+GEHALT 6/2023 lesen [PDF]

Diesen Beitrag teilen: