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Psychische Probleme bei Beschäftigten erkennen und richtig reagieren

Alle Statistiken zeigen es: Die psychischen Belastungen und Störungen bei Beschäftigten nehmen stetig zu. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen nur zum Teil im betrieblichen Bereich. Unabhängig von der Ursache sollten Führungskräfte die Probleme erkennen und helfend eingreifen. Das ist sicher nicht immer einfach, aber es gibt Unterstützung von der Unfallversicherung.

AllgemeinGESUND & BERUFWELLBEING
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Eine besorgte Frau im Bereich Personalmanagement, trägt ein weißes Hemd, blickt mit einer Hand auf der Stirn auf den Bildschirm ihres Laptops und scheint tief in Gedanken versunken zu sein oder vor einem Problem zu stehen.
Foto: © adobe.stock/Monster Ztudio

Noch immer wissen zu wenige Führungskräfte, wie sie mit psychischen Erkrankungen in ihrem Team umgehen sollen. Die neue Ausgabe von top eins zeigt, wie Führungskräfte helfen können.

Auf Warnzeichen achten und psychische Nöte erkennen

Um erkrankte Beschäftigte angemessen zu unterstützen, sollten Führungskräfte eine psychische Erkrankung erkennen können. Insbesondere Wesensänderungen und untypisches Verhalten sind wichtige Warnsignale. Dazu gehören plötzliche Unzuverlässigkeit, häufiges Fehlen, geringere Interaktion im Team sowie übersteigerte Reaktionen wie Nervosität, Aggressivität oder Weinen.

Dabei ist es wichtig, Warnzeichen möglichst früh richtig einzuordnen. Dr. Marlen Cosmar, Psychologin am Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG), sagt: „Eine möglichst frühe Unterstützung und Behandlung beugt einer Chronifizierung psychischer Erkrankungen vor.“

Psychische Erkrankung am Arbeitsplatz behutsam ansprechen

Wenn der Verdacht auf eine psychische Erkrankung besteht, sollten Führungskräfte die betroffene Person sensibel darauf ansprechen. Das Gespräch aktiv zu suchen, ist wichtig, um Tabus zu brechen und Beschäftigten zu signalisieren: Ihr seid nicht allein. Gleichzeitig dürfen Führungskräfte weder Diagnosen stellen noch dazu drängen, Auskunft über den Gesundheitszustand zu geben.

Hilfsangebote für psychisch Erkrankte vermitteln

Führungskräfte unterstützen psychisch Erkrankte am besten, indem sie Hilfsangebote vermitteln. Im Unternehmen selbst sind der betriebsärztliche Dienst, die Betriebliche Soziale Arbeit oder das betriebliche Eingliederungsmanagement gute Anlaufstellen. Ein innovatives Versorgungsmodell hat die Stadt Köln. Dank einer Kooperation mit der städtischen Uniklinik werden psychisch erkrankte Beschäftigte umfassend versorgt. Mehr dazu in der Titelgeschichte von top eins .

Quelle: DGUV

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