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Verdienstbescheinigung bei Erkrankung Kind

Fragen aus den ARGEn Entgeltabrechnung Bei Erkrankung eines Kindes war bis Ende 2014 in der Verdienstbescheinigung die Entgeltumwandlung für den Aufbau einer privaten Altersversorgung bei der Berechnung des Nettos nicht zu berücksichtigen.

Fragen aus den ARGEn
Lesezeit 1 Min.

Frage:
Bei Erkrankung eines Kindes war bis Ende 2014 in der Verdienstbescheinigung die Entgeltumwandlung für den Aufbau einer privaten Altersversorgung bei der Berechnung des Nettos nicht zu berücksichtigen. Es fand deshalb ein Fiktivlauf zu Berechnung des monatlichen Nettoentgelts statt. Mit der neuen Bescheinigung ab 2015 wird das ausgefallene Brutto- und Nettoentgelt bescheinigt. In den Erläuterungen wird die Entgeltumwandlung nicht mehr erwähnt.
Werden Entgeltumwandlungen jetzt bei der Berechnung des ausgefallenen Brutto- bzw. Nettoentgelts wieder berücksichtigt?
 
Antwort:
Für die Berechnung des ausgefallenen Nettoentgelts bei Kind-krank hat der Arbeitgeber durch die seit 01.01.15 geltende Regelung in der Entgeltbescheinigung das während der Freistellung ausgefallene laufende, dem Grunde nach beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt zu melden. Als ausgefallenes Bruttoarbeitsentgelt gilt grundsätzlich das laufende Sozialversicherungs-Brutto, welches dem Arbeitnehmer ohne Kind-krank zugestanden hätte. Demnach hat der Arbeitgeber das während der Freistellung tatsächlich ausgefallene laufende Nettoarbeitsentgelt zu ermitteln, welches sich im Ergebnis nach Abzug einer Entgeltumwandlung iSd § 3 Nr. 63 EStG iVm § 1 SvEV ergibt.
Bei Erkrankung eines Kindes bleibt es folglich bei der Bescheinigung, wonach Entgeltumwandlungen für den Aufbau einer bAV bei der Berechnung des ausgefallenen Nettoentgelts nicht mit zu berücksichtigen sind.
 
Quelle: alga-Competence-Center, bearbeitet durch Torsten Franke

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