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Es ist amtlich: Betriebliche Krankenzusatzversicherung kann Sachlohn sein

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte im vergangenen Jahr in zwei Urteilen vom 7. Juni sowie 4. Juli 2018 seine bisherige Rechtsprechung bestätigt, nach der vom Arbeitgeber vermittelter Versicherungsschutz unter bestimmten Voraussetzungen als Sachlohn zu werten ist. Damit stellte er sich gegen die von der Bundesfinanzverwaltung über mehrere Jahre vertretene Rechtsauffassung, dass es sich bei Arbeitgeberzuwendungen in Form von betrieblichen Krankenzusatzversicherungen generell um Barlohn handele. Die beiden Urteile des BFH wurden mittlerweileim Bundessteuerblatt II vom 28. Juni 2019, S. 371ff., veröffentlicht und haben damit unmittelbare Gültigkeit für die Finanzverwaltung.

Arbeitgeberzuwendungen gelten gemäß der BFH-Rechtsprechung dann als Sachlohn, wenn der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsvertrags ausschließlich Versicherungsschutz, nicht aber eine Geldzahlung verlangen kann. Die Unterscheidung zwischen Sachlohn und Barlohn ist in Hinblick auf die Freigrenze von 44 Euro monatlich (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG), die Sachbezüge bis zu dieser Höhe steuerfrei stellt, von hoher Relevanz.

Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Foto: Style-Photography/Fotolia

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