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Krankmeldung: Das Ende des gelben Scheines

Die große Koalition in Berlin möchte nun im Rahmen weiterer Maßnahmen zum Bürokratieabbau auch die traditionelle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform abschaffen und eine digitale Lösung etablieren.

Der Entwurf des so genannten Bürokratieentlastungsgesetzes III sieht neben weiteren Änderungen in den Bereichen Arbeitsrecht, Steuerrecht und Melderecht auch eine digitale Neuregelung des Verfahrens bei Erkrankung von Arbeitnehmern vor. Diese sollen künftig im Krankheitsfalle keine „AU“ mehr in Papierform einreichen müssen. Stattdessen soll die zuständige Krankenkasse eine elektronische Meldung erstellen, welche der Arbeitgeber abrufen kann. Die Regierung hat errechnet, dass der Wegfall des gelben Scheines in Papierform Einsparungen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro bedeutet.

Weiterhin plant das Gesetz unter anderem eine Anhebung des steuerlichen Freibetrags für Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung auf 600 Euro, eine Anhebung der lohnsteuerlichen Pauschalierungsgrenze für Beiträge zu einer Gruppenunfallversicherung auf 100 Euro und Neuregelungen bei der Lohnsteuerpauschalierung für Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte.

Quelle: Entwurf des Bürokratieentlastungsgesetzes III, eigener Bericht
Foto: peshkova/Fotolia

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