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Abgrenzung Geldleistungen von Sachleistungen – Wegfall der Nichtbeanstandungsregelung

Im BMF-Schreiben vom 13.04.2021 erfolgten Klarstellungen zur Abgrenzung zwischen Geldleistungen und Sachleistungen. Gutscheine und Geldkarten sind nur noch dann ein Sachbezug, wenn sie die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz) erfüllen – spätestens ab dem 01.01.2022 (Nichtbeanstandungsregelung). 

Das bedeutet, dass Gutscheine oder Geldkarten eines Onlinehändlers, die auch für Fremdprodukte eingelöst werden können (Amazon-Gutscheine oder Gutscheine von vergleichbaren Onlinehändlern), ab 01.01.2022 nicht mehr als Sachbezug gewertet werden können; sie gehören dann zu den Geldleistungen. 

Die Nichtanwendungsregelung bezieht sich nicht auf zweckgebundene Geldleistungen und nachträgliche Kostenerstattungen. Gleiches gilt für Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten, aber nicht ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen. In diesen Fällen handelt es sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 2 EStG um eine Geldleistung. 

Die internen betrieblichen Regelungen müssen überprüft und ggf. angepasst werden.

 


Teaserfoto: © Adobe Stock/photon_photo

 

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