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Arbeit als Heimkind ist nicht rentenfähig

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat eine harte Entscheidung in Bezug auf ehemalige Heimkinder getroffen und festgelegt, dass im Heim geleistete Arbeit dieser Personengruppe keine anrechnungsfähige Beitragszeit für die Rente darstellt.

Geklagt hatte eine Frau, die in als Heimkind ihrer Argumentation nach Arbeit im Sinne eines Beschäftigungsverhältnisses ableisten musste und diese „Arbeitsjahre“ bei ihrer Rente berücksichtigt wissen wollte. Die beklagte Deutsche Rentenversicherung hatte einen entsprechenden Antrag der Klägerin abgelehnt und bekam nun von den Stuttgarter Richtern Recht.

Das Gericht argumentierte unter anderem, in den fraglichen sechziger Jahren sei Arbeit weithin als erzieherische Maßnahme angesehen worden und auch die Gabe etwa von Essen oder Taschengeld sei nicht als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt zu werten.

Quelle: Urteil LSG Baden-Württemberg vom 24.02.2017 (Az.: L 8 R 1262/16)

 

(Foto: © Gina Sanders/Fotolia.com)