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Das Entgelttransparenzgesetz

Am 6. Juli 2017 ist das „Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen“ (EntgTranspG), auch Entgelttransparenzgesetz genannt, in Kraft getreten. Das Gesetz erhebt den Anspruch, die in Deutschland zwischen Frauen und Männern bestehende Lohnlücke zu schließen.

 

Das Gesetz wurde von Beginn an kontrovers diskutiert. Dies auch, weil in Deutschland unterschiedliche Zahlen zur Lohnlücke beziehungsweise zum Gender Pay Gap ins Feld geführt werden und nicht immer Klarheit darüber herrscht, wie die Zahlen zu interpretieren sind.

 

Zentral ist bei dem Thema, zwischen einer solchen ökonomisch-statistischen Perspektive auf die zwischen Frauen und Männern bestehende (bereinigte und unbereinigte) Lohnlücke und einer rechtlichen Perspektive zu unterscheiden, die auf der Ebene von vergleichbaren Tätigkeiten ansetzt, die Frauen und Männer im Betrieb ausüben.

 

Wesentliche gesetzliche Regelungen

 

Nach dem nicht immer leicht verständlichen EntgTranspG gilt ab dem 6. Juli 2017 nun im Hinblick auf diese rechtliche Perspektive und den Vergleich von Tätigkeiten:

 

  • Arbeitnehmer in Betrieben mit in der Regel mehr als 200 Beschäftigten können einen individuellen Auskunftsanspruch zur Überprüfung der Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebots geltend machen.
  • Arbeitgeber mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten sind aufgefordert, mit einem betrieblichen Prüfverfahren ihre Entgeltregelungen und Entgeltbestandteile hinsichtlich der Einhaltung des Gleichheitsgebots zu überprüfen.

 

>> Hier an der Studie "Entgelttransparenz in deutschen Unternehmen" teilnehmen

 

(Foto: © Sergey Nivens/Fotolia.com)