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Die ARGE Melderecht – Ein voller Erfolg

Mit der neuen Arbeitsgemeinschaft Melderecht ist die Möglichkeit geschaffen worden, mit Experten aus der Sozialversicherung bestehende Praxisprobleme in den unterschiedlichen Meldeverfahren zu bewerten. Entsprechend groß war die Resonanz bei der Auftaktveranstaltung im Mai in Berlin. Wie geht es nun weiter? Hierüber haben wir mit dem Leiter der ARGE Melderecht, Herrn Lars Maiwald vom GKV-Spitzenverband, gesprochen.

Herr Maiwald, zur 1.ARGE Melderecht konnten wir überdurchschnittlich viele Anmeldungen verzeichnen. Damit scheint bewiesen – der Bedarf für ein solches Format ist vorhanden?

Die hohe Anzahl der Anmeldungen hat es eindrucksvoll bestätigt, was auch in Gesprächen mit Arbeitgebern deutlich wird: Die Meldeverfahren nehmen in der Abrechnungspraxis einen immer größeren Raum ein. Ob Abstimmungsprozesse, Entscheidungswege oder die Frage nach der Einbindung von Mitarbeitern – durch die Digitalisierung der Meldeverfahren ergeben sich ständig neue Anforderungen. Wir lagen richtig in der Einschätzung, dass durch die hohe Abrechnungsrelevanz ein reiner Seminarvortrag den Einzelproblemen nicht gerecht wird. Fachwissen und technisches Verständnis müssen übereinander gelegt werden. Zudem hat der Gesetzgeber eine hohe Erwartungshaltung, was die Abrechnung können muss. Daher benötigt es Zeit, um gemeinsam die Prozesse in der Praxis zu beleuchten.

Hinsichtlich des fortwährenden Austausches hat die ARGE MR neue Maßstäbe gesetzt. Worum geht es genau?

Um auch zwischen den Veranstaltungen mit uns und den Gastdozenten in Kontakt zu bleiben, haben wir exklusiv für die ARGE-Teilnehmer eine geschlossene XING-Gruppe eingerichtet. Hier können Fragen gestellt werden, wenn Probleme in der Abrechnung auftauchen. Zudem bereiten wir Dinge auf, die in der Veranstaltung nicht final beantwortet werden konnten. Und die Teilnehmer werden mit allen wichtigen Informationen aus der Hauptstadt versorgt. Somit erreichen wir neben einem permanenten Informationsfluss, dass sich die Interaktion zwischen uns und den Teilnehmern nicht auf zwei Termine im Jahr reduziert.

Geben Sie uns einen Ausblick auf die nächste ARGE MR im Herbst. Was für Themen sind geplant?

Ein Schwerpunkt werden die Änderungen zum Jahreswechsel sein. Zudem wollen wir Ideen vorstellen, die auf politischer Ebene anstehen - denn die Zeit nach der Bundestagswahl ist immer geprägt von gesetzlichen Änderungen. Das BMAS feilt bereits an einem 7. SGB IV-Änderungsgesetz. Nach meiner Wahrnehmung soll die elektronische unterstützte Betriebsprüfung (euBP) stärker in den Fokus gerückt werden. Denn trotz aller Bemühungen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) hadern Unternehmen und Softwareersteller mit dem Verfahren. Deswegen sind gesetzlich veränderte Rahmenbedingungen mittelfristig nicht ausgeschlossen. Um hier frühzeitig die Teilnehmer einzubinden, freue ich mich, den Projektleiter für die euBP, Herrn Matthias Eisner von der DRV Bund, als Gastdozenten im Herbst dabei zu haben. Als ehemaliger Betriebsprüfer der DRV Bund liegt mir das Thema besonders am Herzen. Wir wollen das Verfahren näher bringen und objektiv bewerten, welche Chancen sich aus der euBP für Unternehmen ganz gleich welcher Größe ergeben.

Daneben haben wir noch eine weitere Dauerbaustelle. Die Bundesagentur für Arbeit beklagt die mangelnde Umsetzung und die schlechte Qualität von Meldungen bei Änderungen der Betriebsdaten. Diese Meldeverstöße stellen seit diesem Jahr eine Ordnungswidrigkeit dar, es drohen also Bußgelder. Um es nicht dazu kommen zu lassen, wollen wir mit den Teilnehmern Optimierungsmöglichkeiten bewerten.

Zudem gab es den Wunsch, die unzähligen Dokumentationen zum Meldeverfahren transparent aufzuzeigen. Den Ansatz wollen wir aufgreifen, denn neben mehreren untergesetzlichen Regelungen (sogenannten „Gemeinsamen Grundsätze“) haben wir ein umfangreiches Rundschreiben mit unglaublichen 24 Anlagen.  Daneben planen wir natürlich viel Zeit für einen Austausch ein, um auf Praxisprobleme einzugehen, die die Teilnehmer mitbringen.

 

ARGE Melderecht

05.-06. Oktober 2017 in Berlin

12.-13. Oktober 2017 in Berlin 

 

(Foto: © Coloures-pic/Fotolia.com)