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Neues zum digitalen Lohnnachweis

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat die informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) gebeten, neue Informationen zum digitalen Lohnnachweis zu veröffentlichen. Darin informiert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung darüber, dass die Qualität der Stammdatenabrufe und digitalen Lohnnachweise für das Jahr 2016 von Seiten der Unfallversicherung ausgewertet wurden.

 

In der Veröffentlichung informiert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, dass aus technischer Sicht der Start des UV-Meldeverfahrens durchaus erfolgreich war. Die Qualität der übermittelten Werte aus den Entgeltabrechnungsprogrammen blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Sie waren nur bedingt für einen ersten Vergleich mit den Werten im bisherigen Lohnnachweisverfahren geeignet.

 

Auffällig waren fehlerhafte Meldungen auf Basis von Arbeitsentgelten (Beitragsmaßstab 1), wie

  • digitale Lohnnachweise mit dem 100fachen Entgelt (irrtümliche Angabe von Eurocent an Stelle von kaufmännisch gerundeten UV- Entgelten in vollen Euro) oder
  • digitale Lohnnachweise mit einem Entgelt von 0 Euro bei Unternehmen mit einer Gefahrtarifstelle

 

Sie traten 100.000fach auf. Geht es nach der Unfallversicherung wäre es ein Erfolg, wenn diese digitalen Lohnnachweise korrigiert und der Unfallversicherung erneut übermittelt würden. Ziel ist es, im Juli eine weitere Vergleichsauswertung zu fahren, um die Qualität des neuen UV-Meldeverfahrens bewerten zu können. Dazu hat die ITSG eine neue Verfahrensbeschreibung in der Version 1.2, gültig ab 01.07.2017 veröffentlicht.

 

Auf Basis von Arbeitsstunden (Beitragsmaßstab 2) war die Anzahl der Meldungen so niedrig, dass kein Rückschluss auf das Produktivverfahren gezogen werden kann.

 

Die Unfallversicherung weist nochmals darauf hin, dass bereits im November 2017der Produktionsbetrieb beginnt. Die Unternehmen starten ab diesem Zeitpunkt den Abruf ihrer Stammdaten für das Jahr 2018. Werden unterjährig Sachverhalte, wie z. B. die Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse gemeldet, die zu Teillohnnachweisen einzelner meldender Stellen führen, müssen die digitalen Lohnnachweise ab November 2017korrekt sein.

 

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung erklärt gemeinsam mit der ITSG das Ziel, dass alle Unternehmen spätestens ab November 2017mittels ihrer Entgeltabrechnungsprogramme den digitalen Lohnnachweis fehlerfrei abgeben können.

 

Entwurf sieht Absenkung der Insolvenzgeldumlage vor

 

Im Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld im Kalenderjahr 2018 ist eine Absenkung des Insolvenzgeldumlagesatzes von derzeit 0,09 % auf 0,06 % im Jahr 2018 vorgesehen.

 

Bei der Insolvenzgeldumlagesatz-Verordnung handelt es sich um eine Ministerverordnung ohne Kabinettbeschluss. Die Verordnung soll bis spätestens Ende September 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

 

Quelle: alga-Compentence-Center, Diana Keller und Markus Stier

 

(Foto: © ra2 studio/Fotolia.com)