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Serie: Arbeitswelt im Wandel. Fokus: Arbeitsmodelle

Wirtschaft und Arbeitswelt befinden sich in einem dynamischen und strukturellen Veränderungsprozess. Der Wandel der Arbeitswelt wird insbesondere durch die Digitalisierung angetrieben, welche die Arbeitswelt vor neue Herausforderungen stellt. Flexible Arbeitsformen gewinnen zunehmend an Bedeutung und beeinflussen das Arbeitsleben. Hieraus erwachsen Chancen, um Verbesserungen für die Arbeitswelt und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erreichen.

Arbeitszeitmodelle

Das Arbeitszeitgesetz lässt Raum für eine Vielzahl von Arbeitszeitmodellen. Verbreitet sind solche mit flexibler Arbeitszeit. Dabei ist die Arbeitsleistung nach bestimmten Regeln innerhalb eines vereinbarten Zeitraums zu erbringen. Zur Sicherstellung werden Arbeitszeitkonten geführt. Zu den flexiblen Arbeitszeitmodellen gehören die gleitende Arbeitszeit mit und ohne Kernzeit sowie die Funktions- oder Servicezeit. Der Arbeitnehmer bestimmt bei der Gleitzeit den Beginn und das Ende seiner täglichen Arbeitszeit in einem vorgegebenen Rahmen nach eigenen Wünschen. Bei der Funktions- oder Servicezeit wird ein täglicher Zeitrahmen vereinbart, in dem der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung erbringen kann. Dies ermöglicht eine Mindestbesetzung, um den zu leistenden Service oder das Erreichen von Arbeitszielen zu gewährleisten.

Arbeitszeitkonto

Die Vereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit enthält meist Regelungen zu möglichen Zeitsalden. So wird etwa festgelegt, wie viel Guthaben bzw. Zeitschuld ein Mitarbeiter in einem bestimmten Zeitraum höchstens ansammeln darf oder verbraucht werden darf. Bei Jahresarbeitszeitvereinbarungen muss die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit von z. B. 39 Stunden im Jahresdurchschnitt erbracht werden. Damit können Unternehmen durch gezielten Personaleinsatz flexibel auf Arbeitsspitzen und -flauten reagieren.

Autor: Raschid Bouabba, MCGB GmbH. Der vollständige Artikel erschien in der Lohn + Gehalt, Ausgabe 4/2021.

 


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