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Durchschnittlicher Zusatzbeitrag der Krankenversicherung steigt auf 1,6 Prozent

Corona und die allgemeine Wirtschaftslage haben auch in der gesetzlichen Krankenversicherung Spuren hinterlassen. Neben zahlreichen Änderungen durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat die Bundesregierung per Verordnung den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenversicherung auf 1,6 Prozent (bisher 1,3 Prozent) erhöht.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag muss neben dem regulären gesetzlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent gezahlt werden. Allerdings wird dieser Wert nur für bestimmte Personenkreise genutzt. Normalerweise ist der individuelle Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse maßgebend. So wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag beispielsweise für die Ermittlung des höchstmöglichen Beitragszuschusses für privat krankenversicherte Beschäftigte genutzt. Dann hier gibt es ja gerade keinen individuellen Zusatzbeitrag einer gesetzlichen Krankenkasse.

Der höchstmögliche Beitragszuschuss ermittelt sich aus der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung und der Hälfte des gesetzlichen Krankenversicherungsbeitragssatzes und der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags. So steigt der Zuschuss auf 403,99 Euro monatlich.

Die Entwicklung der kassenindividuellen Zusatzbeiträge dürfte zum 1. Januar 2023 vermutlich nur eine Richtung kennen, nämlich nach oben. Anders als bisher wurde die Informationspflicht der Krankenkassen bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrages ausgesetzt. So müssen nur die so genannten Selbstzahler über die Erhöhung der Beiträge informiert werden.

 

 

Quelle: Bundesregierung

 

 

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