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Tipp: Jetzt Umlagesatz überprüfen!

Unternehmen mit bis zu 30 Arbeitnehmern nehmen an der Entgeltfortzahlungsversicherung U1 teil. Dafür müssen Sie als Beitrag den entsprechenden Umlagesatz an die Krankenkasse des Beschäftigten entrichten und erhalten dann im Krankheitsfall einen Teil ihrer Aufwendungen erstattet. Gesetzlich ist ein Erstattungssatz von 80 Prozent des fortgezahlten Entgelts und der darauf entfallenden Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen vorgesehen. Abweichende Satzungsregelungen sind aber möglich – wovon fast alle Krankenkassen Gebrauch gemacht haben.

 

So bieten die meisten Kassen mehrere unterschiedliche Erstattungssätze und damit auch Umlagesätze wahlweise an. Häufig sind es 50 %, 70 % und die gesetzlichen 80 %. Ein Wechsel ist jeweils zum Jahreswechsel möglich. Eine Überprüfung, ob der richtige Erstattungssatz gewählt wurde, kann viel Geld sparen. Unternehmen mit niedrigem Krankenstand wählen einen niedrigeren Erstattungssatz und profitieren jeden Monat von einer geringeren Umlage. Ist der Krankenstand hingegen hoch, kann sich der höchste Erstattungssatz als am lukrativsten erweisen, auch wenn die monatliche Umlage entsprechend höher ist. Ein reines Rechenexempel also.

 

Allerding mit einem kleinen Haken: Die gewählte Variante gilt für das ganze Kalenderjahr, auch wenn sich an der Krankheitsstatistik etwas ändert. Ein bisschen „Lotterie“ bleibt es also trotz allem. Aber eine Überprüfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Die sollten Sie allerdings separat für jede in Ihrem Unternehmen vertretene Krankenkasse vornehmen. Denn die Sätze unterscheiden sich zum Teil ganz erheblich.

 

Die itsg bietet eine Datenbank an, die von den Krankenkassen selbst gepflegt wird, also immer aktuell ist. Zu finden ist die Datenbank unter ITSG - Beitragssatzdatei und Krankenkassenverzeichnis für DiGA nach §33a SGB V und ePA §342 SGB V.

Quelle: L+G Redaktion

 

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