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Spät kommt er, aber er kommt – der Vaterschaftsurlaub

Die EU-Vereinbarkeitsrichtlinie bringt Deutschland (mal wieder) in Verzug: Zwar wurden schon einige Änderungen umgesetzt (vieles war ohnehin schon Standard in Deutschland), aber die Richtlinie sieht unter anderem auch einen konkreten Vaterschaftsurlaub vor. Und den gibt es bisher bei uns nicht. Will ein Vater nach der Geburt des Kindes zu Hause bleiben, muss er dafür bisher Urlaub oder Elternzeit nehmen.

Nach der EU-Regelung muss es aber eine zweiwöchige bezahlte Frei­stel­lung nach der Ge­burt eines Kindes geben. Dabei soll die – bezahlte – Vaterschaftszeit unabhängig von einer vorherigen Beschäftigung oder deren Dauer sein.

Mit Blick auf die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen will die Regierung die EU-Richtlinie in diesem speziellen Punkt erst ab 2024 umsetzen. Da die Umsetzung nach den Vorgaben der EU damit zu spät kommen wird, rechnen Fachleute mit einem Verfahren der EU gegen Deutschland.

Quelle: Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend; eigene Recherche.

Foto: © stock.adobe.com/thingamajiggs

 

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