Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Steuerliche Familienförderung

Steuerliche Anreize zur Förderung der Familie als Kernzelle der Zukunft unserer Gesellschaft sind ein Muss in jedem Wahlprogramm. Streit gibt es regelmäßig über Umfang und Ausrichtung möglicher Maßnahmen, hinter welchen auch parteipolitische Gesinnungen über die Rolle der Familie zum Vorschein kommen.

 

CDU/CSU

Die Union möchte den Kinderfreibetrag in zwei Stufen auf das Niveau des Erwachsenenfreibetrags anheben – und auch das Kindergeld entsprechend erhöhen. In der ersten Stufe soll es 25 Euro mehr pro Kind geben, die zweite Stufe soll in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Gesamtlage spätestens in der Legislaturperiode ab 2021 folgen.

Außerdem soll die Steuerbefreiung für Arbeitgeberzuschüsse zur Kinderbetreuung künftig bis zum Ende der Grundschulzeit gelten.

 

SPD

Die Sozialdemokraten wollen einen „Familientarif“ mit Kinderbonus einführen (statt Ehegattensplitting). Jedes Elternteil soll dem Modell zufolge 150 Euro für jedes Kind von seinem zu versteuernden jährlichen Einkommen abziehen können.

Das Kindergeld und der Kinderzuschlag sollen fortan zu einem erweiterten Kindergeld für Familien und Alleinerziehende mit niedrigem Einkommen zusammengefasst werden.

 

Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen wollen einen Kindergeld-Bonus für Eltern mit geringem Einkommen einführen.

Weiterhin soll eine einkommensunabhängige Kindergrundsicherung sowohl das Kindergeld als auch die Kinderfreibeträge ersetzen.

Das Elterngeld soll durch eine "KinderzeitPlus" ersetzt werden, während derer die Arbeitszeit der Eltern in bestimmten Phasen staatlich finanziell gefördert reduziert werden kann. Das Ehegattensplitting soll abgeschafft werden, es soll ein Übergang zur Individualbesteuerung erfolgen.

 

FDP

Die Freidemokraten wollen am Ehegattensplitting festhalten, aber die Kinderfreibeträge erhöhen. Die Partei setzt sich für die volle Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bis zum Höchstbetrag ein.

Weiterhin soll eine Verbesserung der steuerlichen Berücksichtigung insbesondere von häuslichen Pflege- und Betreuungstätigkeiten erreicht werden.

 

Die Linke

Die Linke möchte das Kindergeld auf 328 Euro pro Kind erhöhen. Außerdem plant die Partei die Zusammenfassung pauschaler Geldleistungen zu einer „Kindergrundsicherung“. Das Ehegattensplitting soll durch "familienfreundliche Steuermodelle" ersetzt werden.

 

 

AfD

Die AfD möchte das Ehegattensplitting durch ein „Familiensplitting“ ersetzen.

 

von Markus Matt

 

 (Foto: © Koedir/Fotolia.com)