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Studie zeigt: Deutschland hat den größten geschlechtsspezifischen Lohnunterschied in Westeuropa

Angesichts der andauernden öffentlichen Debatte über die Gleichberechtigung der Geschlechter hat Honeypot den Index „Frauen in der IT-Branche 2018” veröffentlicht. Die Ergebnisse machen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Allgemeinen und in der IT-Branche deutlich. Die Jobbörse legt einen besonderen Fokus auf Stellen für Software-EntwicklerInnen und möchte mit der Analyse der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der IT-Branche ihre Rolle als BranchenexpertInnen stärken. Neben anderen Faktoren werden in der Studie der Anteil erwerbstätiger Frauen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle und die Jobmöglichkeiten für Frauen in der IT-Branche analysiert. Durch die Veröffentlichung der Ergebnisse möchte Honeypot die Länder hervorheben, in denen die Chancen innerhalb des IT-Sektors für Frauen am besten sind und so die gesamte Branche darin bestärken, weitere Schritte in Richtung Gleichberechtigung zu unternehmen.

Die Studie umfasst 41 Länder der OECD sowie der EU und enthält vergleichbare Daten über die IT-Branche und das Lohngefälle. Die Daten umfassen folgende Bereiche:

  • Geschlechtergleichheit in der Gesamtwirtschaft: Faktoren wie der prozentuale Anteil der erwerbstätigen Frauen und das allgemeine geschlechtsspezifische Lohngefälle.
  • Frauen in der IT-Branche: Prozentualer Frauenanteil im IT-Sektor.
  • Chancen für Frauen in IT-Berufen: Dies beschreibt den Unterschied zwischen dem prozentualen Anteil der erwerbstätigen Frauen und dem Frauenanteil in der IT-Branche. Zusätzlich wurde berücksichtigt, wie viel Prozent der Absolventen von MINT-Fächern weiblich sind.
  • Lohngefälle in der IT-Branche: Der Unterschied zwischen dem allgemeinen Lohngefälle und dem Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in der IT-Branche.
  • Karrierechancen für Frauen: Der Frauenanteil in Führungspositionen und auf Ministerinnenposten.

 

Um potentielle Hürden für Frauen in der IT-Branche zu identifizieren und die vielversprechendsten Jobmöglichkeiten aufzuzeigen, wurde zudem der Geschlechter-Ungleichheits-Index untersucht. Dieser analysiert die reproduktive Gesundheit* von Frauen sowie ihre wirtschaftliche Emanzipation und Teilnahme am Arbeitsmarkt und ermöglicht Schlussfolgerungen über die Gleichberechtigung allgemein. Um zu ermitteln, ob die Gleichstellung von Männern und Frauen in den vergangenen Jahren besser oder schlechter geworden ist, haben wir die derzeit verfügbaren Lohnlücken-Daten mit den Daten, die es vor fünf Jahren gab, miteinander verglichen.

„Das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der IT-Branche beträgt in Deutschland 25 %. Dies stellt den schlechtesten Wert in Westeuropa dar und ist doppelt so hoch wie in Belgien und Frankreich, wo die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 11,8 % beträgt. Dies deutet darauf hin, dass der IT-Sektor in Deutschland in Sachen Gleichberechtigung hinter anderen westlichen Ländern zurückliegt”, sagt Emma Tracey, Co-Gründerin von Honeypot. „Zwar unternimmt die deutsche Regierung Schritte, die sich positiv auf die Gleichberechtigung in der Wirtschaft auswirken sollen, wie das Lohntransparenzgesetz, das im Juli 2017 in Kraft getreten ist, jedoch bleibt abzuwarten, ob dieses tatsächlich Wirkung zeigt oder lediglich zu mehr Bürokratie führt.“, sagt sie.