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Teure Vorhaben bei der Rente

Aktuelle Referentenentwürfe des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeigen auf, dass die geplante Ost-West-Angleichung der Rente und auch die Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Alleine für die Angleichung des Rentenwerts in Ostdeutschland an das Niveau im Westen werden den Papieren zufolge ab 2025 bis zu knappen 4 Milliarden Euro aufgewendet werden müssen. Auch die Leistungsverbesserungen im Bereich der Erwerbsminderungsrente wird bis zum Jahr 2045 mehr als 3 Milliarden Euro an Mehrausgaben verursachen.

Zum Hintergrund: Ab dem 1.7.2018 ist eine Angleichung der Ostrenten an Westniveau in sieben Schritten geplant. Für ab 2025 erworbene Rentenanwartschaften soll schließlich einheitliches Recht gelten. Im selben Zug soll die Höherbewertung der Arbeitsentgelte im Osten für die Rentenberechnung abgeschmolzen werden. Die Erwerbsminderungsrenten zukünftiger Rentner sollen ab 2018 so berechnet werden, als ob sie bis zum 65 Lebensjahr gearbeitet hätten, aktuell gilt eine fiktive Berechnung bis zum 62. Lebensjahr.

Die Vorhaben werden aus Mitteln der Rentenkasse und Steuermitteln finanziert. Es sind daher erhebliche Belastungen für die Beitragszahler wahrscheinlich.

 

 

Markus Matt mit Material der Bundesregierung

 

(Foto: © Gina Sanders/Fotolia.com)