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Vielzahl an Änderungen und neuen Meldeverfahren

Bestandsprüfungsverfahren

Ab dem 01.01.2018 müssen Krankenkassen bei Veränderung einer fehlerhaften Meldung den Arbeitgebern eine maschinelle Rückmeldung zukommen lassen über die veränderte Meldung.

 

Antrags- und Bescheinigungsverfahren A1.

Bei befristeten Entsendungen in das EU-Ausland ist  zur Feststellung der weiterbestehenden Versicherungspflicht in Deutschland eine A1-Bescheinigung zu beantragen. Die Antragsstellung kann ab dem 01.01.2018 mit dem Entgeltabrechnungsprogramm angestoßen werden. Bei einem maschinellen Antrag wird die ausstellende Stelle (z. B. Krankenkasse) die A1-Bescheinigung maschinell zurücksenden(Die maschinelle Rückmeldung der A1-Bescheinigung erfolgt erst ab dem 01.07.2018).

 

Flexi-Rentengesetz

Beschäftigte, die eine Vollrente wegen Alters beziehen, sind seit dem 01.01.2017 nunmehr bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze rentenversicherungspflichtig. Danach kann der Arbeitnehmer durch eine Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber auf die eintretende Rentenversicherungsfreiheit verzichten. Für Beschäftigte, die bereits vor dem 01.01.2017 aufgrund des Vollrentenbezugs rentenversicherungsfrei beschäftigt waren, gibt es eine Bestandsschutzregelung. Auf diese kann der Arbeitnehmer ebenfalls durch Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber verzichten.

 

UV-Lohnnachweis

Unternehmen müssen ab diesem Jahr zusätzlich zum bestehenden Lohnnachweis einen elektronischen Lohnnachweis melden. Vor Abgabe dieses elektronischen UV-Lohnnachweises muss eine maschinelle Stammdatenabfrage vorgenommen werden. Das neue Verfahren sieht bei bestimmten Anlässen unterjährige Lohnnachweise mit gesonderten Meldefristen vor.

 

BEA-Bescheinigungsverfahren

Künftig sollen Entgeltbescheinigungen für die Rentenversicherung und Unfallversicherung wie bereits gegenüber der Bundesagentur für Arbeit maschinell abgegeben werden können. Die Bescheinigungsverfahren nennen sich BA-BEA, RV-BEA und UV-BEA (Bescheinigungen Elektronisch Annehmen). Im RV-BEA-Verfahren wird überdies die maschinelle Anforderung von Gesonderten Meldungen durch die Rentenversicherung integriert.


 

Kaum ein anderes Verfahren unterliegt einem so ständigen Wechsel wie das Arbeitgeber-Meldeverfahren. Diese Änderungen wirken sich unmittelbar auf die Prozesse in der Entgeltabrechnung aus. Daneben werden immer neue Dialogverfahren erschaffen, die in der Praxis umzusetzen sind, wie z. B. der neue digitale Lohnnachweis zur Unfallversicherung oder das maschinelle A1-Bescheinigungsverfahren. Soweit Versorgungsbezüge gewährt werden, sind auch Anpassungen im Zahlstellen-Meldeverfahren zu beachten.

 

Die ARGE Melderecht schafft eine Plattform, um neben der reinen Wissensvermittlung in der konzeptionellen Umsetzungsphase in einen Dialog zu treten. Überdies schafft die ARGE Melderecht die Möglichkeit, beim Start von neuen oder optimierten Meldeverfahren Erfahrungen auszutauschen und so zeitnah auf Verbesserungen hinwirken zu können.

 

(Foto: © alphaspirit/Fotolia.com)