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Ein Meilenstein für weltweite Inklusion : Global Disability Summit 2025

Beim Weltgipfel Inklusion 2025 in Berlin verpflichteten sich über 80 Staaten zu mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Die Amman-Berlin-Erklärung fordert: 15 % aller Entwicklungsprojekte sollen künftig inklusiv sein.

Inklusion
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Mit einem kraftvollen Appell für mehr Inklusion ist am 03.04.2025 der dritte Weltgipfel für Menschen mit Behinderungen in Berlin zu Ende gegangen. Im Zentrum stand die Verabschiedung der Amman-Berlin-Erklärung, ein ambitioniertes Ziel: Mindestens 15 Prozent aller Entwicklungsprojekte sollen künftig gezielt die Inklusion von Menschen mit Behinderungen fördern – ein klares Bekenntnis für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit weltweit.

Rund 4.500 Teilnehmende aus etwa 100 Ländern, darunter zahlreiche Menschen mit Behinderungen, reisten zum zweitägigen Gipfel in die deutsche Hauptstadt. In über 60 Fachveranstaltungen diskutierten sie Wege zur wirksamen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die zwar von 192 Staaten unterzeichnet wurde, deren Vorgaben aber in vielen Teilen der Welt noch unzureichend umgesetzt werden.

Die gemeinsam von Deutschland, Jordanien und der International Disability Alliance getragene Konferenz endete mit einem historischen Ergebnis: Über 80 Regierungen, internationale Organisationen und Entwicklungsbanken verpflichteten sich, konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Inklusion umzusetzen. Besonders hervorzuheben sind die mehr als 800 eingereichten Selbstverpflichtungen – von der Förderung inklusiver Bildungsprojekte über barrierefreie Infrastrukturen bis hin zur politischen Teilhabe.

Zu den eingereichten Selbstverpflichtungen gehören unter anderem:

  • Die Afrikanische Union und Deutschland wollen Selbstvertretungsorganisationen in Afrika stärken, mit Fokus auf Frauen und junge Menschen.
  • Das Bildungsbündnis „Education Cannot Wait“ entwickelt gemeinsam mit Partnern ein Monitoring System für inklusive Bildung in Krisengebieten.
  • In Jordanien investiert eine private Schule rund 4,8 Millionen Euro in inklusives Unterrichtsmaterial. Diese Maßnahmen sollen öffentlich dokumentiert und nachverfolgt werden, um Transparenz und Verbindlichkeit sicherzustellen.

Der Global Disability Summit ist die zentrale Plattform zur weltweiten Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Nach den bisherigen Ausgaben 2017 in London und dem virtuellen Gipfel 2022 fand das Treffen 2025 erstmals in Deutschland statt – als sichtbares Zeichen für die internationale Relevanz des Themas.

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