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Befragung : Mitnahmeeffekte beim Kurzarbeitergeld in der COVID-19-Pandemie

39 Prozent der Kurzarbeitergeld-Beziehenden berichteten, dass ihre eigene Arbeitsmenge beziehungsweise ihre Arbeitsaufgaben trotz Kurzarbeit unverändert blieben. 21 Prozent der Befragten gaben an, mehr Stunden gearbeitet zu haben, als die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes vorsah. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Allgemein
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Ein Blick auf die Betriebsgröße und Branchen macht deutlich: In größeren Betrieben geben Beschäftigte in Kurzarbeit seltener als in kleineren Betrieben an, mehr Stunden gearbeitet zu haben als abgerechnet wurden. Allerdings berichteten Beschäftigte in größeren Betrieben häufiger, dass ihre eigene Arbeitsmenge trotz Kurzarbeit unverändert blieb.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass es in nennenswertem Umfang zu Mitnahmeeffekten beim Kurzarbeitergeld-Bezug gekommen sein dürfte.

Die Studie beruht auf Beschäftigtenbefragungen des IAB und auf den administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Ergebnisse zu Mitnahmeeffekten beruhen allein auf den subjektiven Einschätzungen von Beschäftigten, die trotz der getrennten Ausweisung von Lohn und Kurzarbeitergeld in Lohnabrechnungen auf teilweise unvollständigen Informationen über den Kurzarbeitsumfang beruhen mögen. Die Ergebnisse lassen keinen Rückschluss auf die Quantität der Mitnahmeeffekte zu.

Den IAB-Kurzbericht finden Sie hier: Befragung in der Covid-19-Pandemie: Beschäftigte sehen Mitnahmeeffekte beim Kurzarbeitergeld (iab.de)

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