Deutschland setzt Impulse : Europa als Forschungsstandort Nummer Eins
Deutschland setzt auf dem EU-Forschungsministerrat klare Impulse: Europa soll mit FP10, KI-Strategien und Raumfahrtagenda Forschungsstandort Nummer Eins werden.
Beim Treffen am 23.05.2025 des EU-Forschungs- und Raumfahrtministerrats in Brüssel wurden entscheidende Impulse für die Zukunft des europäischen Forschungsstandorts gesetzt. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betonte die zentrale Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit für die Stärkung Europas als weltweit führende Wissenschafts- und Innovationsregion.
„Unser Ziel ist es, Europa zur Nummer eins in der Forschung zu machen. Dafür braucht es exzellente Rahmenbedingungen, starke Partnerschaften und eine langfristig angelegte Strategie“, so Ministerin Bär. Besonders hob sie die Rolle Deutschlands als Motor europäischer Forschungskooperation hervor – auch im Bereich Raumfahrt.
Ein Schwerpunkt der Beratungen lag auf dem geplanten 10. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP10). Ministerin Bär machte deutlich, dass es aus Sicht der Bundesregierung ambitioniert, unabhängig und klar zukunftsorientiert ausgestaltet sein müsse. Zudem tauschte sie sich mit ihren europäischen Amtskolleginnen und -kollegen zur erfolgreichen Fortführung des aktuellen Programms „Horizont Europa“ aus.
Neben der strategischen Ausrichtung der europäischen Forschungsförderung wurden auch konkrete politische Leitlinien beschlossen:
- die Empfehlungen zum Europäischen Forschungsraum (ERA),
- die „ERA Policy Agenda 2025–2027“
- die Ratsschlussfolgerungen zur Rolle von künstlicher Intelligenz in der Wissenschaft.
Diese Beschlüsse markieren wichtige Schritte zur weiteren Entwicklung eines offenen, leistungsfähigen und innovationsfreundlichen europäischen Forschungsraums.
Darüber hinaus wurde über den Vorschlag der Europäischen Kommission zu einem EU Space Act diskutiert. Ziel ist es, europaweit einheitliche Mindeststandards für sichere und nachhaltige Raumfahrtaktivitäten zu schaffen. Die Bundesregierung unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas im All.


