Blog „Entgelt & Co.“ : Von Gewohnheiten trennen
Ich beschäftige mich nicht nur wegen der LOHN+GEHALT viel mit Themen wie digitale Transformation, New Work, Diversity und Inklusion oder mit praktischen Aspekten wie Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung. Das alles sind Themen, die bei vielen Unternehmen nach wie vor eher auf der To-do-Liste stehen, anstatt schon vollständig umgesetzt zu sein. Und warum? Weil Gewohnheit eine starke Kraft ist.

Die Vorstellung, dass Unternehmen heute flexibler, digitaler und diverser sein müssen, ist zwar nicht neu, aber die Umsetzung ist oft schwieriger als gedacht.
Zeitwirtschaft als Beispiel: ein Thema, das für uns alle entscheidend ist oder noch wird. Immer mehr Unternehmen setzen auf mobile Zeiterfassung und digitale Lösungen zur Personaleinsatzplanung. Aber wie oft erlebe ich, dass die Prozesse in vielen Unternehmen noch nicht wirklich integriert sind. Alte Systeme, die sich durchsetzen konnten, werden nur schwer verändert, und das führt zu einer wachsenden Kluft zwischen dem, was möglich wäre, und dem, was tatsächlich passiert.
Gleichzeitig wird immer klarer, dass Diversity und Inklusion kein Trend sind, sondern unabdingbare Faktoren, um als Unternehmen wirklich zukunftsfähig zu bleiben. Doch auch hier tun wir uns oft schwer, die nötigen Veränderungen in der Unternehmenskultur herbeizuführen. Es reicht nicht, einfach nur eine Diversity-Strategie zu haben, sie muss wirklich gelebt werden. Und auch wenn wir uns darauf konzentrieren, wie Weiterbildung und Corporate Learning vorangetrieben werden können, geht es immer wieder darum, wie und wann wir den Wandel wirklich anstoßen können.
Da kommen dann Veranstaltungen wie die Zukunft Personal Süd ins Spiel. Die Messe, die im Frühjahr 2025 stattfindet, ist eine echte Gelegenheit, um sich über die neuesten Entwicklungen und Lösungen zu informieren. Die Messe bietet schon seit Jahren zahlreiche Themen an, die uns alle betreffen: Digitalisierung, neue Tools für das Personalmanagement, aber auch Gesundheit am Arbeitsplatz. Ich kann jedem nur empfehlen, die Messe zu besuchen und sich nicht nur mit den neuesten Technologien auseinanderzusetzen, sondern vor allem zu sehen, wie auch andere Unternehmen diese Herausforderungen anpacken.
Aber zurück zu den praktischen Themen, die uns im täglichen Arbeitsleben begleiten. Die Digitalisierung ist nicht nur eine technologische Herausforderung, vor allem eine kulturelle.
Und hier müssen wir alle lernen, flexibel zu sein, uns neuen Ideen zu öffnen und uns auch im Team neu aufzustellen. Der Blick über den Tellerrand ist wichtiger denn je, besonders, wenn es darum geht, Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung effizient zu gestalten. Wir können nicht immer nur das machen, was wir immer schon gemacht haben.
Veränderung ist nie einfach, vor allem, wenn wir uns von gewohnten Denkmustern lösen müssen. Doch anstatt uns immer wieder im Negativen zu verlieren und Ausreden zu suchen, sollten wir den Blick auf Lösungen richten. Die Herausforderungen in der Arbeitswelt, die durch Digitalisierung, neue Arbeitsformen und gesellschaftliche Veränderungen entstehen, sind groß – aber sie bieten auch die Chance für echte Weiterentwicklung. Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen, uns von alten Strukturen zu befreien und eine Zukunft zu gestalten, die nicht nur auf Reaktion, sondern auf aktiver Gestaltung basiert. Nur so können wir in einer sich ständig wandelnden Welt erfolgreich bleiben.
Janette Rosenberg


