Förderung zeitgemäßer gestalten : BAföG-Reform
Die Bundesregierung arbeitet an einer umfassenden Modernisierung des BAföG. Neben möglichen Leistungsverbesserungen stehen Digitalisierung und ein einfacherer Zugang zur Förderung im Mittelpunkt.
Die Bundesregierung plant eine umfassende Überarbeitung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes. Ziel ist es, die Ausbildungsförderung stärker an die Lebenswirklichkeit von Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern anzupassen und die Beantragung deutlich zu vereinfachen.
Nach Angaben des Bundesforschungsministeriums erhielten im Jahr 2024 mehr als 600.000 Menschen Leistungen nach dem BAföG. Gleichzeitig geht die Bundesregierung davon aus, dass viele Anspruchsberechtigte bestehende Fördermöglichkeiten nicht ausreichend kennen oder keinen Antrag stellen.
Die geplante Reform soll daher nicht nur finanzielle Verbesserungen umfassen, sondern auch digitale Verfahren ausbauen und bürokratische Hürden abbauen. Konkrete Entscheidungen stehen allerdings noch aus. Hintergrund sind die laufenden Haushaltsberatungen und die angespannte Finanzlage des Bundes.
Neben dem BAföG verweist die Bundesregierung auf weitere Förderinstrumente. Dazu gehören die Studienstarthilfe von 1.000 Euro für bestimmte Studienanfängerinnen und Studienanfänger, der Bildungskredit sowie Investitionen in Hochschulen und studentischen Wohnraum. Allein für den Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken stellt der Bund in diesem Jahr mehr als 2 Milliarden Euro bereit.
Für Unternehmen gewinnt die Entwicklung vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels zunehmend an Bedeutung. Verbesserte Bildungs- und Förderangebote können dazu beitragen, mehr junge Menschen für Studium und Ausbildung zu gewinnen und langfristig qualifizierte Fachkräfte zu sichern.

