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Ein bewegter Herbst steht bevor

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bringt zahlreiche Neuerungen für die Entgeltabrechnung. Der Artikel beleuchtet aktuelle und kommende gesetzliche Änderungen sowie deren praktische Auswirkungen.

Markus StierEditorial
Lesezeit 2 Min.
Entgeltabrechnung 2025. Ein Mann in blauem Anzug und gemusterter Krawatte sitzt auf einem dunklen Ledersofa vor einem einfarbig dunklen Hintergrund. Er hat kurze Haare, trägt eine Brille und hat die Hände vor dem Gesicht gefaltet. Die Atmosphäre ist professionell und formell.

Liebe Leserinnen und Leser,

die parlamentarische Sommerpause liegt hinter uns. Während in Berlin in den vergangenen Wochen vor allem die Kabinettsumbildung und die damit verbundenen politischen Diskussionen die Schlagzeilen bestimmten, ist ein Gesetz fast unbemerkt in Kraft getreten, das für die Entgeltabrechnung von erheblicher Bedeutung ist: das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz.

Mit seiner Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist aus einem umfangreichen Reformvorhaben geltendes Recht geworden. Hinter dem zunächst unscheinbar klingenden Gesetz verbergen sich zahlreiche Änderungen, die die Praxis der Entgeltabrechnung in den nächsten beiden Jahreswechseln unmittelbar betreffen. Neue Regelungen bei den Minijobs, Anpassungen in der Familienversicherung, die Einführung der Teilarbeitsunfähigkeit mit Teilkrankengeld, Änderungen bei der Teilrente sowie weitere sozialversicherungsrechtliche Neuerungen werden die Entgeltabrechnung in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen.

Genau deshalb widmen wir diesem Gesetz in dieser Ausgabe und auch in den kommenden Heften besondere Aufmerksamkeit. Unser Anspruch ist es, die gesetzlichen Neuerungen nicht nur vorzustellen, sondern ihre konkreten Auswirkungen für die tägliche Arbeit in der Entgeltabrechnung verständlich und praxisnah einzuordnen, denn erst die richtige Anwendung entscheidet darüber, ob neue Regelungen ihren Zweck erfüllen oder zusätzlichen Aufwand verursachen.

Dabei wird das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz nicht das letzte Reformvorhaben bleiben. Bereits angekündigt sind weitere gesetzliche Änderungen, unter anderem im Rentenrecht, in der Pflegeversicherung und im Bereich der Arbeitsförderung. Hinzu kommen laufende Gesetzgebungsverfahren sowie neue Entscheidungen der Finanzgerichte, Sozialgerichte und Arbeitsgerichte, die ebenfalls unmittelbare Auswirkungen auf die Praxis haben können.

Auch diese Ausgabe greift deshalb die Themen auf, die die Entgeltabrechnung und die Personalbetreuung derzeit bewegen. Unsere Autorinnen und Autoren verfolgen die aktuellen Entwicklungen kontinuierlich und bereiten sie mit einem klaren Blick auf die praktische Umsetzung für Sie auf. Unser Ziel bleibt unverändert: Orientierung geben, Zusammenhänge verständlich erklären und Sie dabei unterstützen, gesetzliche Änderungen sicher und praxisgerecht in Ihrem Arbeitsalltag umzusetzen.

Die Entgeltabrechnung war schon immer ein Fachgebiet, das von stetigem Wandel geprägt ist. Selten jedoch haben sich gesetzliche Rahmenbedingungen, technische Anforderungen und die Rechtsprechung in einer solchen Geschwindigkeit verändert wie heute. Umso wichtiger ist es, verlässliche Informationen zu erhalten, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und die Auswirkungen auf die tägliche Praxis im Blick zu behalten. Genau dabei möchten wir Sie auch künftig begleiten.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre, viele wertvolle Impulse für Ihre tägliche Arbeit und einen erfolgreichen Start in einen spannenden Gesetzgebungsherbst.

Ihr Markus Stier

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