Fachleute stellen sich vor : „Der Beruf ist abwechslungsreich“

Ursprünglich erlernte Tom Schubert den Beruf des Bürokaufmanns. In unserem Gespräch erzählt er uns von seinem Weg in den Bereich der Entgeltabrechnung, seinen Vorstellungen von einer vereinfachten Payroll – und von seinem Traumberuf zu Jugendzeiten.
Herr Schubert, den Ausbildungsberuf des „Entgeltabrechners“ gibt es in Deutschland nicht, daher speist sich dieses Tätigkeitsfeld mehr oder weniger aus Quereinsteigern. Welchen Beruf haben Sie ursprünglich gelernt und wie sind Sie in diese Sparte geraten?
Gelernt habe ich Bürokaufmann und anschließend eine Weiterbildung zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter durchgeführt. Seit Februar 2017 bin ich in einer Steuerberaterkanzlei beschäftigt, im Juni des vergangenen Jahres bin ich innerhalb dieser Gruppe in die Zentrale gewechselt.
Das Feld der Entgeltabrechnung ist komplex. Wie haben Sie sich Ihr Wissen angeeignet und wie bilden Sie sich fort?
Wir haben eine eigene Akademie für Fort- und Weiterbildung im Unternehmen, das hilft schon sehr viel. Außerdem nutze ich zur Wissensmehrung gerne auch die Deutsche Rentenversicherung, einschlägige Bildungsanbieter und natürlich auch das Internet. Ein wichtiges Element in Sachen Weiterbildung ist für mich auch der Austausch mit meinen Kollegen, wir profitieren fachlich enorm voneinander. Gerade in der Corona-Krise lernen wir ständig und täglich neu dazu.
Was ist Ihr Antrieb, als „Payroller“ zu arbeiten?
Lohn und Gehalt ist immer wieder anders, denken Sie allein an die Themen Baulohn oder Zeitlohn. Immer passiert etwas, ob Schwangerschaft, Elternzeit oder andere Dinge. Der Beruf ist für mich abwechslungsreich, auch wenn wir zugegebenermaßen sehr viele Gesetze und Verordnungen im Kopf haben müssen.
Wie sehen Sie Ihre beruflichen Perspektiven?
Aktuell fühle ich mich im Unternehmen sehr wohl, der Zusammenhalt zwischen den Kollegen und Vorgesetzten ist sehr positiv. Für die Zukunft mache ich mir keine Sorgen – Lohn muss immer gerechnet werden!
Wenn Sie entscheiden könnten: Welche Maßnahmen würden Sie ergreifen, um die Entgeltabrechnung in Deutschland einfacher und transparenter zu machen?
Gute Frage! Einfacher wäre es, wenn die alte Fassung für die Sozialversicherungsmeldungen wiederkommen würde. Die hat niemandem wehgetan und wir hatten keinen Zeitdruck. Einfacher wäre es auch, wenn Änderungen grundsätzlich zum Jahresanfang kämen und nicht mittendrin.
Welchen Traumberuf hatten Sie zu Jugendzeiten?
Etwas komplett anderes – ich wollte Restaurantfachmann werden.
Markus Matt

