Banner Online Kompaktkurse für fundiertes Wissen zu neuesten Gesesetzesänderungen und Abrechnungskriterien
Artikel kostenlos lesen

BDA fordert Erleichterungen : Befristete Beschäftigung geht zurück

Die befristete Beschäftigung in Deutschland ist weiter zurückgegangen. 2025 hatten rund 2,2 Millionen Menschen einen befristeten Arbeitsvertrag. Die BDA nimmt die Entwicklung zum Anlass, Erleichterungen bei Befristungen zu fordern.

Arbeitsmarkt,  Arbeitsrecht
Lesezeit 1 Min.

Rund 2,2 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2025 einen befristeten Arbeitsvertrag. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus entsprach dies 6,0 Prozent der Kernerwerbstätigen. Dazu zählen Erwerbstätige zwischen 15 und 64 Jahren, die sich nicht in Ausbildung, Studium oder Freiwilligen dienst befinden. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 7,0 Prozent gelegen.

Befristungen verteilen sich allerdings unterschiedlich auf Qualifikationen und Branchen. Unter den Kernerwerbstätigen ohne beruflichen Abschluss lag der Anteil bei 11,6 Prozent, bei Personen mit mittlerer Berufsqualifikation dagegen bei 4,0 Prozent. Überdurchschnittlich häufig waren befristete Verträge im Bildungssektor mit 11,2 Prozent und im Gastgewerbe mit 8,8 Prozent.

Auch die Perspektive der Beschäftigten zeigt Unterschiede: Laut ergänzen der Arbeitskräfteerhebung erklärten 31,4 Prozent der befristet Beschäftigten ab 25 Jahren, ihre Stelle sei ausschließlich befristet angeboten worden. Lediglich 2,7 Prozent hatten diese Vertragsform bewusst gewählt. Mehr als die Hälfte verfügte über einen Vertrag mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) nimmt die Veröffentlichung zum Anlass, Erleichterungen bei Befristungen zu fordern. Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter sieht darin insbesondere Chancen für Berufseinsteiger und Menschen mit erschwertem Arbeitsmarktzugang. Er spricht sich dafür aus, eine erneute sachgrundlose Befristung bei einem früheren Arbeitgeber zu erleichtern. Die Bezeichnung befristeter Arbeit als „Jobmotor“ ist dabei eine arbeitsmarktpolitische Einschätzung des Verbands.

Diesen Beitrag teilen: