Einfacher und digitaler : EU will Sozialversicherungsnachweise digitalisieren
Mit dem European Social Security Pass will die EU grenzüberschreitende Beschäftigung einfacher und digitaler machen. Für Arbeitgeber könnte das künftig vor allem bei Entsendungen und mobiler Arbeit innerhalb Europas relevant werden.
Wer Beschäftigte vorübergehend in einem anderen EU-Staat einsetzt, kennt den administrativen Aufwand rund um Sozialversicherungsnachweise. Die Europäische Kommission will die Prüfung entsprechender Dokumente künftig stärker digitalisieren. Dafür wird derzeit am European Social Security Pass (ESSPASS) gearbeitet.
Im Februar 2026 hat die Kommission eine öffentliche Konsultation zu der Initiative gestartet. Ziel ist eine digitale Lösung, mit der Sozialversicherungsdokumente bei grenzüberschreitenden Sachverhalten sicher und schneller überprüft werden können. Davon sollen Beschäftigte, Unternehmen und Behörden profitieren. Gleichzeitig soll das Verfahren die Möglichkeiten zur Fälschung oder missbräuchlichen Verwendung von Nachweisen reduzieren.
Für Arbeitgeber und Payroll-Abteilungen ist die Entwicklung insbesondere mit Blick auf Entsendungen, Dienstreisen und andere Formen grenzüberschreitender Beschäftigung interessant. Der ESSPASS könnte langfristig dazu beitragen, bestehende papier- und dokumentenbasierte Prozesse stärker digital abzubilden.
Noch handelt es sich allerdings um eine Initiative in Entwicklung. Arbeitgeber müssen ihre bestehenden Verfahren daher derzeit nicht umstellen. Die weitere Ausgestaltung sollte dennoch beobachtet werden – insbesondere hinsichtlich der Frage, welche Sozialversicherungsdokumente künftig digital bereitgestellt und überprüft werden können.

