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Blog „Entgelt & Co.“ : Hallo Stress – auf Wieder­sehen altes Jahr

Für viele Menschen kann der Jahreswechsel ein extremer Stressauslöser sein, und das kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Denn mit dem Jahreswechsel kommen nicht nur festliche Feierlichkeiten, sondern auch eine Vielzahl von Herausforderungen gerade für Entgeltabrechner*innen.

Lesezeit 2 Min.

Es scheint, als ob gegen Ende des Jahres vermehrt Anfragen und Aufgaben auftreten, die eigentlich im Verlauf des Jahres hätten erledigt werden können. So jedenfalls ist mein Empfinden. Dieses Phänomen, dass sich gegen Jahresende viele Anliegen und Anfragen häufen, ist in verschiedenen Bereichen verbreitet. Sowohl Arbeitnehmer*innen als auch Unternehmen neigen dazu, bestimmte Angelegenheiten aufzuschieben, bis der Jahreswechsel in Sicht ist.

Blog Entgelt und Co.
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Ich frage mich immer, warum das so ist. Natürlich könnte es sein, dass viele Menschen vermehrt am Jahresende über steuerliche Angelegenheiten nachdenken. Gerade wenn es dann bald ansteht, die Steuererklärung fertigzustellen. Auch Unternehmen schließen oft ihre Budgets am Ende des Jahres ab. Aber was ist der tatsächliche Grund dafür, also für diesen Stress?

Ein Blick hinter die Kulissen der Entgeltabrechnung

Der Jahreswechsel ist eine arbeitsintensive Zeit für die Entgeltabrechner* innen. Der Blick hinter die Kulissen offenbart die vielfältigen Herausforderungen, mit denen diese konfrontiert sind, wenn sie die Entgeltabrechnung für das abgelaufene Jahr vorbereiten und gleichzeitig den Blick auf das kommende Jahr richten.

Eine Vielzahl von Prüfungen muss erfolgen und zusätzliche Aufgaben stehen an. Und das neben der „normalen“ Abrechnung. Entgeltabrechner*innen prüfen schon immer sehr akribisch die Unterlagen, das ist unerlässlich. Doch bevor sie ins neue Jahr übergehen, muss erst einmal das aktuelle Kalenderjahr abgeschlossen werden. Das erfordert eine Vielzahl an Prüfungen, Meldungen müssen durchführt werden oder es müssen Bescheinigungen erstellt werden. Gerade zum Jahreswechsel sind auch bestimmte Fristen einzuhalten. Es könnten aufgrund von Unstimmigkeiten Fehler auftreten, und dann liegt es in der Verantwortung der Entgeltabrechner*innen, diese zu korrigieren. Das ist zeitraubend.

 

Blog Entgelt u. Co. 2023-8
Blog Entgelt u. Co. 2023-8

Hinzu kommt, dass aufgrund von gesetzlichen Änderungen auch schon das nächste Jahr geprüft werden muss. Darauf müssen sich die Entgeltabrechner* innen schnell einstellen. In der Regel erfolgt noch vor Jahresende eine Schulung, damit jeder Entgeltabrechner und jede Entgeltabrechnerin über die aktuellen Neuerungen oder Systemanpassungen Bescheid weiß. Lange Arbeitszeiten und der Druck, alles rechtzeitig zu schaffen, sind dabei unvermeidlich.

Eine rechtzeitige Vorbereitung könnte helfen, diese arbeitsintensive Zeit erfolgreicher zu bewältigen. Leider ist dies in der Praxis oft schwierig umzusetzen. Der Arbeitsdruck bleibt konstant hoch, zusätzliche Aufgaben und insbesondere der Jahreswechsel stellen eine zusätzliche Belastung dar und verschärfen die Situation.

Es wäre daher wünschenswert, dass Arbeitgeber*innen Entgeltabrechner* innen mehr unterstützen und zusätzliche Ressourcen bereitstellen, um die Arbeit etwas besser und stressfreier bewältigen zu können. Es ist entscheidend, dass sie auch die Komplexität und den Umfang der Aufgaben, denen Entgeltabrechner*innen gegenüberstehen, erkennen. Des Weiteren wäre es hilfreich, wenn Arbeitgeber* innen ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen hätten, denen sich Entgeltabrechner*innen gegenübersehen. Das könnte dazu beitragen, realistische Erwartungen zu haben und die erforderliche Unterstützung bereitzustellen.

Janette Rosenberg

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