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Anerkennungsanträge auf Rekordniveau : Ausländische Berufsabschlüsse

Die Nachfrage nach der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen steigt weiter. Im Jahr 2025 wurden rund 76.200 Anträge gestellt, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt ist die Anerkennung in Pflege- und Gesundheitsberufen.

Ausbildung,  Magazin
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Die Nachfrage nach der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen steigt weiter. Im Jahr 2025 wurden bundesweit rund 76.200 Anträge gestellt. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Zahl nahezu verdoppelt. Das berichtet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unter Bezug auf die Anerkennungsstatistik des Statistischen Bundesamtes.

Rund 78 Prozent der Anträge betrafen Berufe, die nach Bundesrecht geregelt sind. In diesem Bereich entfielen die meisten Anträge auf Pflegefachpersonen einschließlich Gesundheits- und Krankenpflegekräfte mit rund 21.500 sowie auf Ärztinnen und Ärzte mit rund 12.900. Besonders deutliche Zuwächse gab es unter anderem bei Apothekern, Elektronikern für Betriebstechnik und Köchen.

Die Antragstellung führt allerdings nicht automatisch zu einer vollständigen Anerkennung. Bei den Bundesberufen wurden 2025 rund 73.600 Verfahren beschieden. Etwa 44 Prozent endeten mit der Feststellung der vollen Gleichwertigkeit. In weiteren 45 Prozent wurde eine Ausgleichsmaßnahme auf erlegt. Dies betrifft reglementierte Berufe, bei denen die volle Gleichwertigkeit nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme erteilt werden kann. Rund 10 Prozent der Verfahren führten zu einer teilweisen Gleichwertigkeit – ein Ergebnis, das ausschließlich bei nicht reglementierten Berufen möglich ist.

Für Personalverantwortliche können die Bescheide eine wichtige Grundlage für die weitere Qualifizierung und den passenden Einsatz internationaler Beschäftigter liefern. Insbesondere die Feststellung einer teilweisen Gleichwertigkeit macht vorhandene berufliche Kompetenzen und noch bestehende Unterschiede zum deutschen Referenzberuf sichtbar.

Bild: Zoran Jesic/stock.adobe.com

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