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Ausbildung : DIHK sieht Betriebe durch schulische Defizite gefordert

Fehlende Grundlagen beim Lesen, Schreiben und Rechnen stellen Ausbildungsbetriebe zunehmend vor Herausforderungen. Die DIHK fordert deshalb, grundlegende Kompetenzen stärker in den Schulen zu vermitteln und Betriebe zu entlasten.

Ausbildung,  Magazin
Lesezeit 1 Min.

Fehlende Grundlagen beim Lesen, Schreiben und Rechnen erschweren nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) die betriebliche Ausbildung. Anlässlich des INSM-Bildungsmonitors warnte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov am 14.09.2026 davor, die Folgen schulischer Versäumnisse zunehmend auf Ausbildungsbetriebe zu verlagern.

Nach Darstellung der DIHK unterstützen viele Unternehmen ihre Auszubildenden bereits durch Nachhilfe, gezielte Förderung in Mathematik und den MINT-Fächern (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie eine enge fachliche und persönliche Begleitung. Damit übernehmen sie neben der Vermittlung beruflicher Kenntnisse zusätzliche Förderaufgaben. Zugleich werde es für die Betriebe schwieriger, Nachwuchskräfte mit ausreichenden schulischen Grundlagen zu finden.

Melnikov sieht deshalb vor allem die Bildungspolitik in der Verantwortung. Unternehmen könnten Defizite aus der Schulzeit nicht umfassend ausgleichen. Bund und Länder müssten gemeinsam dafür sorgen, dass Schulen grundlegende Kompetenzen verlässlich vermitteln und individuelle Talente fördern. Die DIHK verbindet diese Forderung ausdrücklich mit der langfristigen Fachkräftesicherung und der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Für Personal- und Ausbildungsverantwortliche rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie sich zusätzlicher Unterstützungsbedarf frühzeitig erkennen und im Ausbildungsalltag berücksichtigen lässt. Die Stellungnahme liefert allerdings keine konkreten Zahlen zum zeitlichen oder finanziellen Mehraufwand der Betriebe. Sie ist als bildungspolitische Position der DIHK einzuordnen.

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