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Berufsbildung vor Reformbedarf : BIBB fordert mehr Resilienz im Ausbildungssystem

KurzmeldungenMagazin
Lesezeit 1 Min.

Angesichts von demografischem Wandel, Fachkräftemangel und rasanten technologischen Veränderungen fordert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine grundlegende Weiterentwicklung des deutschen Berufsbildungssystems. Nach Einschätzung von BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser reicht ein auf Stabilität ausgerichtetes System künftig nicht mehr aus. Stattdessen müsse die berufliche Bildung stärker auf Resilienz und Anpassungsfähigkeit ausgerichtet werden.

Der Reformbedarf wird auch durch aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt deutlich. Rund drei Millionen Erwachsene unter 35 Jahren verfügen in Deutschland über keinen Berufsabschluss, während gleichzeitig viele Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. Zudem verbleiben weiterhin zahlreiche Jugendliche im sogenannten Übergangssystem zwischen Schule und Ausbildung.

Als zentrale Herausforderung nennt das BIBB vor allem den rasanten technologischen Wandel, insbesondere durch künstliche Intelligenz, der Berufsbilder und Kompetenzanforderungen zunehmend verändert. Um darauf zu reagieren, seien flexiblere Ausbildungsstrukturen, modular aufgebaute Qualifikationen sowie stärkere überfachliche Kompetenzen erforderlich.

Zudem plädiert das BIBB für eine engere Verzahnung von Ausbildung und Weiterbildung sowie für ein Berufsbildungssystem, das lebenslanges Lernen stärker unterstützt. Ziel sei es, berufliche Bildung anpassungsfähiger zu gestalten und das vorhandene Fachkräftepotenzial langfristig besser zu nutzen.

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