Immer weniger Vollzeit : Teilzeitbeschäftigung erreichte 2025 Rekordniveau
In Deutschland arbeiten so viele Menschen wie noch nie in Teilzeit. Nach aktuellen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im Jahr 2025 rund 16,88 Millionen Beschäftigte in Teilzeit tätig. Damit stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um etwa ein Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten leicht zurück und lag bei rund 25,43 Millionen.
Insgesamt erhöhte sich die Teilzeitquote auf 39,9 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand. Fast vier von zehn Beschäftigten arbeiteten somit nicht in Vollzeit. Trotz dieser Entwicklung blieb die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen stabil. Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2025 im Durchschnitt etwa 30,4 Stunden pro Woche, ähnlich viel wie im Vorjahr.
Als wichtigen Grund für die steigende Teilzeitquote nennen Arbeitsmarktforscher die strukturelle Verschiebung zwischen den Branchen. So wächst die Beschäftigung insbesondere in Bereichen mit traditionell hohem Teilzeitanteil, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen, während in klassischen Vollzeitbranchen wie der Industrie die Beschäftigung teilweise zurückgeht.
Auch geschlechtsspezifische Unterschiede spielen eine Rolle. Frauen arbeiten weiterhin deutlich häufiger in Teilzeit als Männer. Während mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Teilzeit beschäftigt ist, trifft dies bei Männern nur auf etwa jeden siebten Beschäftigten zu.
Insgesamt blieb die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2025 mit rund 45,98 Millionen Personen nahezu unverändert. Das gesamte Arbeitsvolumen sank leicht auf etwa 61,26 Milliarden Arbeitsstunden. Trotz der steigenden Teilzeitbeschäftigung zeigt sich damit, dass die durchschnittliche Arbeitszeit der Beschäftigten insgesamt stabil geblieben ist.

