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Kostenentwicklung : Arbeitskosten steigen in der EU weiter

Kurz notiertMagazin
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Die Arbeitskosten in Europa ziehen weiter an. Im ersten Quartal 2026 lagen die stündlichen Arbeitskosten in der Europäischen Union 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zwischen den Mitgliedstaaten bestehen allerdings erhebliche Unterschiede.

Die Personalkosten bleiben für europäische Arbeitgeber ein wesentlicher Kostenfaktor. Nach aktuellen Daten von Eurostat stiegen die stündlichen Arbeitskosten im ersten Quartal 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 3,6 Prozent in der Europäischen Union und um 3,2 Prozent im Euroraum.

Dabei erhöhten sich in der EU die Lohn- und Gehaltskosten um 3,7 Prozent. Die Lohnnebenkosten legten um 3,2 Prozent zu. Im Euroraum betrugen die Steigerungsraten 3,4 beziehungsweise 2,9 Prozent.

Deutlich wird die unterschiedliche Entwicklung beim Blick auf einzelne Mitgliedstaaten. Besonders kräftig stiegen die stündlichen Lohnkosten im ersten Quartal 2026 in Ungarn mit 16,4 Prozent, Bulgarien mit 13,2 Prozent und Kroatien mit 9,2 Prozent. In Deutschland betrug der Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten 3,4 Prozent.

Auch zwischen den Wirtschaftszweigen zeigen sich Unterschiede. Im Baugewerbe erhöhten sich die gesamten stündlichen Arbeitskosten EU-weit um 4,2 Prozent. In der Industrie betrug der Anstieg 3,6 Prozent und im Dienstleistungsbereich 3,4 Prozent.

Für Unternehmen zeigt die Entwicklung, dass die Personalkostenplanung weiterhin nicht allein auf die Entwicklung der Bruttolöhne reduziert werden sollte. Neben Lohn- und Gehaltssteigerungen wirken sich auch die nicht lohnbezogenen Arbeitskosten auf die tatsächliche Kostenentwicklung aus.

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