Typisierung : Ausbildungsmarkt: Neue Vergleichsbasis ab 2026
Das IAB hat die regionale Ausbildungsmarkt-Typisierung grundlegend aktualisiert. Neu ist insbesondere die Einmündungsquote aller Ausbildungsinteressierten als zentrale Zielgröße. Damit soll besser abgebildet werden, wie erfolgreich der Übergang von Ausbildungsinteressierten in eine Berufsausbildung gelingt.
Wie sich regionale Ausbildungsmärkte entwickeln, lässt sich nicht allein anhand bundesweiter Durchschnittswerte beurteilen. Wirtschaftliche Strukturen, Betriebsgrößen, demografische Entwicklungen sowie Angebot und Nachfrage unterscheiden sich regional zum Teil erheblich.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat deshalb 2026 die Ausbildungsmarkt-Typisierung für die Bundesagentur für Arbeit (BA) neu gefasst. Die bisherige Systematik stammte aus dem Jahr 2017 und basierte auf Daten aus dem Jahr 2016. Die 144 Agenturbezirke werden nun anhand aktueller Rahmenbedingungen zu vergleichbaren Ausbildungsmarkt-Typen zusammengefasst.
Was ist 2026 neu?
Eine wesentliche Änderung betrifft die Bewertung des Ausbildungserfolgs. Als neue Zielgröße wird die Einmündungsquote aller Ausbildungsinteressierten berücksichtigt. Sie zeigt, welcher Anteil der jungen Menschen mit Ausbildungsinteresse tatsächlich eine Berufsausbildung beginnt.
Die neue Typisierung ermöglicht es, Agenturbezirke mit ähnlichen strukturellen Voraussetzungen miteinander zu vergleichen. Regionale Besonderheiten können damit bei der Bewertung der Ergebnisse stärker berücksichtigt werden.
Die Bundesagentur für Arbeit nutzt Regionaltypisierungen insbesondere für Planungs-, Steuerungs- und Vergleichszwecke. Die fachlich-methodische Ausgestaltung erfolgt durch das IAB. Mit der Neufassung steht dafür ab 2026 eine aktualisierte Vergleichsbasis für die regionalen Ausbildungsmärkte zur Verfügung.


